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Angenommen, es g¨abe schlechte Ecken, dann sei v die erste schlechte Ecke
auf der Tour W . Wir haben dann d+W (v) = d-W (v) < d(v), also wurde nach
Regel 2 die markierte Kante (u, v) in der Richtung v u noch nicht besucht.
Es gibt also noch Kanten, die nicht durchlaufen wurden. Das bedeutet aber
d+(u) = d-(u) < d(u), d.h. der Vorg¨anger u ist auch schlecht, denn hier
ist die zu u inzidente Kante v u noch nicht besucht worden. Dies steht
aber im Widerspruch zur Wahl von v als erste schlechte Ecke. Also ist jede
Ecke auf W gut. Nach der Definition von gut ist jeder Nachbar einer guten
Ecke ebenfalls gut, und die guten Ecken bilden einen zusammenh¨angenden
Grapen. Da G zusammenh¨angend ist, muß also jede Ecke gut sein!
Damit ist bewiesen, daß wir das Labyrinth mit dem o.g. Algorithmus
durchlaufen k¨onnen, ohne uns irgendwofestzufahrentt. Wie man jedoch am
Beispiel sehen kann, gibt es verschiedene Touren unterschiedlicher L¨ange.
Eine Abwandlung des Problems fragt nach der M¨oglichkeit, einen Weg zu
finden, der jede Kante nur einmal enth¨alt (Haus vom Nikolaustt). Einen sol-
chen Graphen nennt man Eulerzug. Damit ein solcher Weg existiert, m¨ussen
jedoch alle Ecken einen geraden Grad haben.
Literatur
[1] M. Aigner, Diskrete Mathematik, 4. Auflage, vieweg Verlag, 2001.
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